Steak braten – Hilfe bei der richtigen Zubereitung

24. Juli 2013

Nachdem Sie im Artikel über die richtige Fleischwahl gelesen haben, wie man das Fleisch für Rindersteaks auswählt, möchte ich Ihnen jetzt zeigen, wie man ein Steak braten kann. Sie benötigen je nach Fleischdicke ca. 15 Minuten Zeit. Die genaue Zeit sagt Ihnen der Steak Braten Online Rechner.

Vorbereitung des Rindfleisches:

Auftauen:

Wenn Sie das Fleisch schockgefrostet gekauft haben, sollten Sie es einen Tag vor der Zubereitung in den Kühlschrank zum langsamen Auftauen legen. Beim Auftauen unter Zimmertemperatur, würden sich Eiskristalle bilden, die die einzelnen Fleischzellen zerstören und so zu Flüssigkeitsverlust führen würden. Die Folge wäre eine trockene, zähe “Schuhsohle”. Auf keinen Fall dürfen Sie das Steak noch gefroren in die Pfanne geben. Das Eis würde schmelzen und  das Fett dadurch wie wild durch die Gegend spritzen.

Ein gebratenes Rindfleisch mit Rosmarin

Wurde das Rindfleisch frisch beim Metzger gekauft müssen Sie die Hinweise von oben natürlich nicht beachten.

Bei beiden Varianten sollten Sie das Fleisch aber noch vorsichtig abwaschen und mit Küchenpapier trocken tupfen, um wie schon erwähnt übermäßiges Spritzen von Fett zu vermeiden.

Aufschneiden:

Falls ihr Rindfleisch noch als ganzes Stück vorliegt, sollten Sie es entgegen der Faserrichtung in ca. 2-3cm dicke Stücke schneiden. Bei dieser Größe erreichen Sie optimale Ergebnisse. Achten Sie auch darauf alle Stücke gleich dick zu schneiden, damit jedes Steak zur selben Zeit fertig wird.

Haben ihre Rindersteaks außen einen Fettrand, schneiden Sie diesen vorsichtig! ein. Das eigentliche Fleisch darf dabei nicht verletzt werden, weil sonst beim Braten Flüssigkeit austreten würde. Außerdem sollten Sie den Fettrand nicht komplett entfernen, da dieser beim Braten zum größten Teil “abschmilzt” und ihr Steak schön saftig werden lässt. Wenn Sie das Fett unbedingt wegschneiden möchten, können Sie das dann auch noch machen, wenn das Steak fertig gebraten ist.

Würzen:

Beim Würzen mit zum Beispiel Salz und Pfeffer müssen Sie eigentlich nur darauf achten, dass die Gewürze den hohen Temperaturen beim Braten standhalten und nicht verbrennen, weil sonst ihr Steak nach Kohle schmeckt.

Ob Sie das Steak nun vor oder nach dem Braten würzen ist eigentlich egal. Es geht zwar das Gerücht um, dass das Salz dem Fleisch Wasser entzieht, wenn man es vor dem Braten würzt. Ich konnte da aber noch keinen Unterschied feststellen. Schreiben Sie mir doch einfach wie Ihre Erfahrungen damit sind, vielleicht können wir ja eine allgemeingültige Regel herausfinden wie das mit dem Würzen ist.

Steak braten:

Pfanne:

So jetzt brauchen Sie nur noch die richtige Pfanne und dann geht’s auch schon richtig los. Die verbreitesten Pfannen sind die antihaft beschichtete Pfanne, Edelstahlpfanne und Gusseisenpfanne.

Leider ist die weit verbreitete antihaft beschichtete Pfanne die schlechteste Wahl, weil sie den hohen Temperaturen meist nicht standhält.

Die Edelstahlpfanne eignet sich relativ gut zum Steakbraten. Sie muss nur heiß genug sein, da das Steak sonst anklebt und es beim Wenden aufreisen kann, wodurch der Saft austritt.

Das Non plus ultra unter den Steakpfannen ist die Gusseisenpfanne. Diese braucht zwar länger bis sie aufgeheizt ist speichert die Wärme dafür aber umso besser.

Öl:

Geben Sie etwas Öl in die Pfanne und stellen Sie den Herd auf höchste Stufe. Achten Sie beim Öl darauf nur ganz wenig in die Pfanne zu geben. Sie sollten hocherhitzbare Öle wie zum Beispiel Erdnussöl verwenden, da sich sonst giftige Stoffe bei solch hohen Temperaturen bilden.

Braten:

Nun beginnt die Kür. Geben Sie das Steak erst in die Pfanne, wenn das Öl heiß genug ist. Das kann man am Besten herausfinden, wenn man einen Zahnstocher oder Kochlöffel in das Fett hebt. (Aber verbrennen Sie sich bitte nicht!) Bilden sich kleine Bläschen, ist die Temperatur perfekt.

Anschließend braten Sie das Steak auf beiden Seiten scharf an. Um optimale Ergebnisse zu erhalten sollte das Steak nur einmal gewendet werden. Sie entscheiden wie dunkel die Steakseiten werden sollen. Wenn Sie schauen wollen wie weit die Unterseite schon ist, verwenden sie am Besten eine Grillzange, um das Fleisch nicht zu verletzen.

Gebartenes Steak mit Tomaten und Spargel

Hat ihr Steak nun die ideale Bräune erreicht, haben Sie 2 Möglichkeiten wie es mit Ihrem Steak weitergehen soll:

  1. Sie schalten den Herd auf mittlere Temperatur zurück und braten das Steak auf jeder Seite ca. 3-4 Minuten fertig. Es besteht bei unerfahrenen Köchen und dickeren Steaks jedoch die Gefahr, dass das Steak dann zu schwarz wird. Daher würde ich für Anfänger eher die 2. Variante empfehlen.
  2. Bei dickeren Steaks geben Sie das Fleisch nach dem scharf Anbraten in den Backofen. Hier wird das Fleisch außen nicht mehr dunkler aber dafür im Inneren so wie Sie es möchten. Heizen Sie den Backofen auf 100°C vor. Folgende Tabelle gibt Ihnen Auskunft wie lange das Fleisch im Backofen bleiben soll:
Dicke/GarzustandRareMediumWell Done
2cm10min18min25min
3cm15min25min35min
4cm18min32min50min

Noch genauere und bessere Ergebnisse erhalten Sie, indem Sie die Kerntemperatur des Steaks mit einem Bratenthermometer überwachen, oder einfach die App Steak Tools benutzen.

Einen Überblick über die einzelnen Garstufen gibt es in folgendem Artikel: So bestimmen Sie den Garzustand von Ihrem Steak

Ruhen:

Durch die hohen Temperaturen beim Braten kann es sein, dass der Fleischsaft beim Aufschneiden nur so herausspritzt. Das verhindert man am Besten, wenn man das Steak vor dem Verzehr in Alufolie einwickelt und es bei sehr niedrigen Temperaturen (ca. 40°C) im Backofen ruhen lässt. Das Ergebnis ist ein leckeres saftiges Steak.

Fazit:

Sie sehen ein Steak zuzubereiten ist gar nicht schwer, wenn Ihnen der Artikel geholfen hat, würde ich mich über einen Klick auf “Gefällt mir” freuen.

Wer will kann sich die eben beschriebenen Schritte noch einmal in diesem schönen Video ansehen:

Wenn Ihnen noch leckere Beilagen fehlen sollten Sie sich das Backofenkartoffel Rezept oder das Gemüse Rezept ansehen. Auf Maggi gibt es noch super Bilder zu den einzelnen Garstufen.

Guten Appetit!